Kirche

Die von Architekt Herbert Oberholzer (Rapperswil) entworfene und 1988 vollendete Klosterkirche dient der Feier des Chorgebetes und der hl. Eucharistie. 

Der grosse halbrunde Altarraum mit dem gastlich einladenden Altar, dem Tabernakel mit dem Leib des Herrn und dem Kreuz, dessen Arme sich gleichsam in einer grossen Geste der Hingabe in den gesamten Raum ausstrecken, öffnet sich zum Raum der Mönche und der mitbetenden Gemeinde hin. Den Altarraum gestaltete der Bildhauer Anton Egloff (Luzern). Altar, Ambo und Tabernakel sind aus Stuckmarmor, ebenso die eigens für diese Kirche konzipierte moderne Version der Benediktusmedaille an der Stirnwand des Chorraumes über dem Priestersitz. An der Rückwand der Kirche, links und rechts von der Orgelempore laden die von Fra Roberto aus Bigorio/TI geschaffenen Kreuzwegtafeln zur Betrachtung des Leidens des Herrn ein. Dort befindet sich auch eine altehrwürdige Marienfigur mit Kind, vor der sich die Mönche am Ende jeden Tages einfinden, um die Gottesmutter um Ihren Schutz zu bitten. Ständig brennen dort Lämpchen, die im Laufe des Tages von Gläubigen entzündet werden, die sich mit ihren Anliegen bei der Gottesmutter einfinden.

Im Untergeschoss der Kirche befindet sich die Krypta mit einer Schmerzensmutter (Pietà), die den vom Kreuz abgenommenen Leichnam des Herrn auf dem Schosse trägt und zur Betrachtung einlädt. Ein weiteres Oratorium (Kapelle) dient dem stillen Gebet der Mönche. Es befindet sich im Inneren des Klosters. Die Tabernakelstele ist dem brennenden Dornbusch (Zeichen der Gegenwart Gottes) nachempfunden. Die grosse Glaswand hinter dem Tabernakel zeigt das Symbol der gebrochenen Hostie, in welcher das Symbol des Dreifaltigen Gottes aufleuchtet, dessen liebende Gegenwart strahlenförmig den ganzen Raum erfüllt. Im gleichen Raum finden sich auch Kreuzwegtafeln aus Afrika und zwei Reliquienschreine.
 

 

 

 

 

 

Abtei St. Otmarsberg - © Br. Bernhard Bisquolm   -    nach oben