Kunst im Kloster

Die Klöster des Abendlandes waren von allem Anfang nicht nur geistliche Orte, an denen der christliche Glaube und die monastische Tradition sehr eng miteinander in Verbindung kamen, sondern zugleich immer auch Kulturträger. Sie waren und sind Zellen wissenschaftlichen Lebens. Exakt diese Zellen wollten sich seit alters her immer auch in der Kunst zum Ausdruck bringen.

So schreibt Romano Guardini sehr treffend: „Das Kunstwerk geht aus der Sehnsucht nach jenem vollkommenen Dasein hervor, das nicht ist, von dem der Mensch trotz aller Enttäuschung meint, es müsse werden: worin das Seiende seine volle Wahrheit erreicht hat und die Wirklichkeit den Wesenheiten untertan geworden ist … So entwirft die Kunst etwas voraus, was noch nicht da ist. Sie kann nicht sagen, wie es werden soll; dennoch gibt es eine geheimnisvoll tröstende Gewähr, dass es kommen werde. Hinter jedem Kunstwerk öffnet es sich gleichsam. Etwas steigt auf. Mann weiss weder, was es ist, noch wo, aber man fühlt im Innersten die Verheissung.
 
Als Abtei St. Otmarsberg blicken wir auf eine kurze Geschichte zurück, die sich nicht nur in der Architektur zum Ausdruck bringt, sondern auch bezüglich der Kunst unverkennbar von dieser geschichtlich betrachtet sehr kurzen Zeitepoche ein Zeugnis ablegen darf. Alle nachfolgend aufgeführten künstlerischen Arbeiten sind jüngeren Datums und spiegeln damit die unmittelbare Vergangenheit wie auch die Gegenwart unserer Zeit.
Möge dieser kurze und nicht vollständige Einblick in unsere „Kunst im Kloster“ etwas von jenem Geheimnis aufleuchten lassen, das die Spannung unserer Sendung als Missionsbenediktiner von St. Otmarsberg „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium – die Frohbotschaft Gottes“ und Ihres ganz persönlichen Menschsein im 21. Jahrhundert zum Ausdruck bringen können.
 
Wir freuen uns über Ihr Interesse!
 

 

Abtei St. Otmarsberg - © Br. Bernhard Bisquolm   -    nach oben