Mission

Die Abtei St. Otmarsberg gehört zur Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien bei München mit Niederlassungen in Europa, Ost- , West- und Südafrika, Südamerika, Kuba und den USA, Indien, Korea, China, Kasachstan und Philippinen. Die Kongregation der Benediktiner Missionare zählt zurzeit 1070 Mönche, die in 18 unabhängigen und 37 abhängigen Klöstern leben. Diese widmen sich der Verkündigung des Evangeliums (Seelsorge und Mission), dem Aufbau und der Betreuung der Ortskirchen, der Entwicklung von Gesundheits- und Bildungswesen, Spezialaufgaben wie Krankenseelsorge, Erwachsenenbildung, Jugendpastoral, Diözesan– und Klosterverwaltungen, Landwirtschaft und Gewerbe. Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien sind eine Gründung des Benediktiners P. Andreas Amrhein aus Gunzwil bei Beromünster in der Schweiz (s. „Geschichte“). P. Amrhein wollte benediktinisches Mönchtum und missionarischen Einsatz miteinander verbinden nach dem Beispiel der grossen Mönchsmissionare des 6. und 7. Jahrhunderts.

An den meisten Orten arbeiten Mitglieder aus den verschiedenen Heimatklöstern der Kongregation zusammen. Jedes Kloster ist selbständig, weiss sich aber durch den gemeinsamen missionarischen Auftrag mit den anderen eng verbunden. Regelmässige Treffen auf verschiedenen Ebenen, Briefe und Besuche halten die Verbundenheit lebendig und fördern die gemeinsame Verantwortung für die Gründungen. Ist Mission noch aktuell? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Mit der Kongregation von St. Ottilien haben wir diese Aufgabe auf uns genommen und bekennen uns zu ihr. Mit der ganzen Kirche wissen wir uns dem Auftrag Jesu verpflichtet, der seinen Jüngern nach der Auferstehung sagte: „Gehet hinaus in alle Welt und macht alle Völker zu meinen Jüngern!“ (Mt 28). Seit über 100 Jahren kommen wir diesem Auftrag nach. Dabei übersehen wir nicht, dass unsere Zeit andere Formen des missionarischen Einsatzes verlangt als vergangene Zeiten. So sehen wir unsere besondere Aufgabe als Benediktiner und Missionare darin, Christus jenen Menschen zu verkünden, die Ihn noch nicht kennen und den jungen Ortskirchen bei der Vertiefung des Glaubens zu helfen, vor allem jenen, die „in Aufbau und Not“ sind. Durch die Einpflanzung des Ordenslebens nach der Regel des hl. Benedikt entsprechen wir auch einem Ruf, der aus diesen Kirchen immer wieder neu an uns ergeht, da man sich dort bewusst wird, wie entscheidend der Beitrag der Klöster für die Entfaltung von Kirche, Kultur und Gesellschaft in der Geschichte war.

 

Mission – unsere Berufung von Abt Emmanuel Rutz osb
 
Viel wird heute über die Verkündigung der Kirche gesprochen und nicht weniger Strategien entwickelt, wie wir näher bei den Menschen sein können, ihnen Christus zeigen können. Egal welcher Terminus dafür verwendet wird, die Kirche und wir als Missionsbenediktiner bedienen uns nach wie vor sehr gerne der vertrauten und deswegen nicht weniger herausfordernden Begrifflichkeit „Mission“. Dabei geht es mir in den folgenden Gedanken nicht so sehr um die Frage von „Mission heute“, sondern vielmehr darum, dass die Kirche in ihrem Wesen missionarisch ist und daraus abgeleitet, um die Freude zur „Mission als unsere Berufung“ zu untermauern und zu stärken. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Zeit nicht mehr die Diskussion „Was bedeutet Mission heute?“ braucht, sondern mehr und mehr wieder den biblischen Auftrag der Mission klar vor Augen zu führen hat – zur Stärkung und zur Ermunterung. Papst Johannes Paul II. hat in seiner Enzyklika „Redemptoris missio“ vom 7. Dezember 1990 unmissverständlich bekräftig und wir haben es letzte Woche in der Tischlesung gehört: „Die Missionstätigkeit stellt auch heute noch die grösste Herausforderung für die Kirche dar“ und so „muss das missionarische Anliegen das erste sein“. Zum ganzen Dokument

 
Lage der Klöster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abtei St. Otmarsberg - © Br. Bernhard Bisquolm   -    nach oben