Schule in Agbang
Projekt 9558
Einführung
Wer das Kloster Agbang schon mal besucht hat, weiss, dass es sich in einer abgelegenen Gegend befindet. Es gibt keinen Stromanschluss, keine Schulen, keine medizinische Versorgung. Die Bewohner der umliegenden Dörfer sind Kleinbauern, die sich mit Gelegenheitsarbeiten etwas dazu verdienen. Die fehlende Infrastruktur und die Kinderarbeit, um den Lebensunterhalt zu sichern, halten die Kinder vom Schulbesuch ab. Das Kloster sieht es deshalb als eine grosse Herausforderung an, im Erziehungsbereich tätig zu sein. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat sich die Gemeinschaft entschlossen, die St. Albert-Schule zu gründen. Sie besteht aus einer Primar- und Sekundarschule sowie einem Gymnasium. Auf diese Weise helfen wir den armen Kindern aus ihrer Notlage.
St. Albert-Schule Agbang
Der Beginn des Schulprojektes war mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Denn manche Eltern waren nicht gewillt, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Sie hätten sie lieber daheim behalten, um auf den Feldern zu arbeiten und die Kühe zu hüten. Jene Eltern, die schliesslich einwilligten, taten das nur unter der Bedingung, dass sie kein Schulgeld zu bezahlen haben. Wir sind überzeugt, dass die zukünftige Generation ohne Schulbildung in vieler Hinsicht keine Zukunft hat. Deswegen sind wir bereit, die grosse finanzielle Belastung auf uns zu nehmen, auch wenn sie für uns in der Tat nicht gering ist. Aber wir nehmen diese Herausforderung gerne auf uns, weil wir wissen, dass wir den Kindern zu einer hoffentlich besseren Zukunft verhelfen. Wir können es aber nur tun, weil wir auf die Unterstützung im Gebet wie auch im finanziellen Bereich hoffen dürfen. Ja, wir bitten um tatkräftige Hilfe.
Statistik
Unsere St. Albert-Schule hat sehr einfach - mit wenigen Kindern begonnen. Zur Zeit unterrichten wir mehr als 314 Schüler. 129 Kinder besuchen die Primarschule, 117 die Sekundarschule, und in der Gymnasiumsklasse, die letztes Jahr eröffnet wurde, sind bereits 68 Schüler. Für einige wenige wäre noch Platz. Viele stehen auf der Warteliste. Bei uns sind alle Kinder willkommen: Mädchen und Buben, Christen und Nichtchristen.
Herausforderungen
Für unser relativ junges Kloster ist es eine riesige Herausforderung, in dieser abgelegenen Gegend eine Schule zu unterhalten. Die Tatsache, dass die Kinder kein Schulgeld zahlen, macht es für uns sehr schwer, die Schule zu unterhalten. Wir benötigen dringend Hilfe, um die Lehrergehälter zahlen zu können. Das ist die grösste Belastung. Wir haben elf Lehrer angestellt. Diese erhalten ein monatliches Gehalt von 180.000 cfa, was umgerechnet 275 Euro pro Monat ausmacht. Das ist sehr wenig; aber unsere Lehrer akzeptieren dieses geringe Gehalt aus ideellen Gründen. Die Lohnsumme beläuft sich also jährlich auf 36.000 Euro. Zudem unterrichten drei Mitbrüder.
Eine weitere Herausforderung stellt die Energieversorgung dar. Das Kloster Agbang und die umliegenden Dörfern haben keinen Stromanschluss. Wir versuchen eine Solaranlage aufzubauen, damit der Alltag in Kloster und Schule zukunftsorientiert gestaltet werden kann.
Herzlichen Dank für jede Gabe!
Abt Romain Botta OSB
Solaranlage
Die Missionsprokura der Abtei St. Otmarsberg hat die Kosten für die Solaranlage übernommen.
Wie Sie uns helfen können
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