Ein Masterplan wird umgesetzt
Die Neugründung in Mosambique berührt. Unsere Mitbrüder von der Abtei Ndanda treffen in Mecùa auf grösste Armut. Ein guter Ort für Missionsbenediktiner. Nun soll dort nicht nur ein Spital entstehen, sondern auch eine Pfarrkirche. In Kürze wird mit dem Bau begonnen. Bereits sind vier Mitbrüder in Mecùa.
Die Benediktinermission der Abtei Ndanda in Mosambique wurde 2014 in N'nango in der Diözese Pemba gegründet. N'nango befindet sich im Norden des Landes. Der Alltag der dort lebenden Bevölkerung ist wiederholt von islamistischen Terrorgruppen durchwoben.
Weiter südlich
Auf dem Hintergrund dieser unsicheren Lage beschloss die Abtei Ndanda, die Mission im Jahr 2021 nach Mecúa in der Erzdiözese Nampula zu verlegen. Vier Brüder, die derzeit das erste Team von Missionaren in Mecúa bilden, leben zur Zeit in einem gemieteten Haus ausserhalb der Stadt Nampula. Bald werden sie in den ersten Bau auf dem zukünftigen Klostergelände einziehen können. Es sind dies Pater Deusdedit Massao, der als Oberer eingesetzt ist. Zum Missionsteam gehören weiter Bruder Bernardo Lutego, Bruder Elias Singano und Bruder Baltasar Mhile. Zwei weitere Brüder, die für die Mission in Mozambique vorgesehen sind, haben ihr Philosophiestudium in Brasilien abgeschlossen und studieren derzeit Theologie in Morogoro. Im letzten Jahr haben sie die feierliche Profess abgelegt.
Gebet und Arbeit prägen den Alltag
Die vier Brüder, die in Mecùa wirken, wohnen in einem gemieteten Haus etwa 10 Kilometer von der Stadt entfernt. Es ist ein Einfamilienhaus mit vier Zimmern, in dem jeder Bruder sein eigenes Zimmer hat. Ihre Mahlzeiten nehmen sie auf einem Balkon im Freien ein. Das Wohnzimmer wird hauptsächlich als Kapelle genutzt - dort beten sie und feiern jeden Tag die heilige Eucharistie. Das Leben ist einfach. Der Tag beginnt mit dem Gebet, der heiligen Messe und dem Frühstück. Danach geht es zur Arbeit. Mit ihren Motorrädern fahren sie nach Mecúa, wo die neue Missionsstation aufgebaut wird. Bruder Elias begleitet als Maurer die Bauarbeiten. Bruder Baltasar und Bruder Barnardo bauen den Bauernhof aus. Wenn Pater Deusdedit - der Missionsobere - von der Verwaltungsarbeit befreit ist, hilft auch er auf dem Hof mit. Bis jetzt wurden Tausende von Bäumen gepflanzt. In dieser Regenzeit (Dezember-Mai) sind die Brüder sehr damit beschäftigt, weitere Bäume zu pflanzen sowie Obst und Gemüse wie Bananenstauden, Erdnüsse, Mais, Maniok, Süsskartoffeln und so weiter anzupflanzen.
Am Wochenende mit den Menschen
Aufgrund der Arbeit in Mecúa können sich die Brüder nur an den Wochenenden voll in die pastorale Arbeit einbringen. Dann besuchen sie die nahe gelegenen Aussenstationen, treffen die Jugendlichen, besuchen die Kranken und feiern die heilige Eucharistie - entweder in kleinen Lehmkirchen oder einfach unter grossen Mangobäumen. Wir hoffen, dass, wenn der Bau des Brüderhauses im Mai 2024 abgeschlossen ist, ein viel stabileres und sichtbareres Gemeinschaftsleben von Gebet und Arbeit zu sehen sein wird.
Ein Kirchbau für die Christen
In Mecùa selber dient ein einfacher Lehmbau als Kirchenraum. Er kann maximal 60 Personen fassen. Für die etwa 3000 Christen, die in Mecúa leben, ist der Bau einer zweckmässigen Kirchen deshalb dringend notwendig. Die Kirche ist nicht nur als Raum für Gottesdienste und die Spendung der Sakramente wichtig. Von unserer Seite ist es auch ein Signal, dass wir als Missionsbenediktiner nicht nur sozial und caritativ tätig sind, sondern als katholische Missionare auch das Evangelium verkünden und den christlichen Glauben stärken wollen. Aus diesem Grund ist der Bau des neuen Gotteshauses für uns sowohl ein praktisches Bedürfnis als auch ein starkes Symbol für unsere benediktinische Mission. Ganz herzlich danke ich für jede Unterstützung.
Abt Christian Temu OSB,
Ndanda



